So werden bedarfsorientiert auch Frauen- und Männergesprächskreise, Angehörigengesprächskreise oder auch spezielle Angebote für junge und ältere Mitglieder eingerichtet. Die Gestaltung dieser Gruppen ist individuell verschieden und richtet sich nach den Bedürfnissen der unterschiedlichen Menschen. Begegnung im Kreuzbund heißt auch, sich außerhalb der Gruppe zur suchtmittelfreien Freizeitgestaltung zu treffen, wie z.B. zu jahreszeitlichen und sportlichen Aktivitäten und Festen. Beim Zusammentreffen mit Mitgliedern aus anderen Selbsthilfegruppen eröffnen sich für den Einzelnen Chancen zur Überwindung von noch bestehenden Berührungsängsten. So werden manchmal auch neue beständige Freundschaften geschlossen.

 

In Anlehnung an die Gruppenarbeit im Kreuzbund.

Waldorf Suchtkrankenhelfer und Mitglied der Suseg bei  der Universität Mainz.

 

Selbsthilfegruppe

Die Selbsthilfe Gruppe.

Die Gruppenarbeit stellt das Herzstück der Sucht-Selbsthilfe dar. Sie bietet Suchtkranken und Angehörigen Möglichkeiten, Sorgen und Probleme zu bewältigen, zu gesunden und ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Es ist ein ganzer „Blumenstrauß“ von persönlichen Kompetenzen, Wertvorstellungen, Wissen und Zugehörigkeitsgefühlen, der in einer Sucht- Selbsthilfegruppe heilend wirksam wird.Einer Gemeinschaft Gleichgesinnter anzugehören, erleichtert den Betroffenen, neue Wege zu suchen und zu gehen. Wenn die Suchterkrankung enge Beziehungen zerstört hat, erlebt mancher Abhängige die Gruppe für einen gewissen Zeitraum durchaus als seine Familie. In der Gruppe erfahren Suchtkranke wie Angehörige, dass sie mit ihren persönlichen Erfahrungen, Gefühlen und Hoffnungen nicht alleine sind. Sich selbst helfen, sich entwickeln und wachsen – das geschieht besonders dort, wo im gemeinschaftlichen Gespräch und Tun die besonderen Stärken und Fähigkeiten von Menschen in den Mittelpunkt gestellt werden. Das einzelne Gruppenmitglied gewinnt im Erzählen seiner Geschichte, im gemeinschaftlichen Zuhören und Lernen von- und miteinander sowie in wertschätzender Auseinandersetzung die verlorene Kontrolle über das eigene Leben zurück. Als besondere Werte gelten Solidarität und Hoffnung, Selbstbestimmung und Authentizität jedes Einzelnen. Üblicherweise treffen sich Suchtkranke und Angehörige, Männer wie Frauen, Junge wie Ältere gemeinsam während der wöchentlich stattfindenden Gruppentreffen. Selbstverständlich gibt es, ergänzend zu den Standard-Gruppen, auch interessen- und zielgruppenspezifische Angebote.

SuSeG   (Sucht-Selbsthilfe-Gruppe)

Gruppenraum im Klinik bereich

Die Selbsthilfe basiert auf dem offenen Gespräch und der Begegnung

Wir wollen im vertraulichen Gespräch das einzelne Gruppenmitglied erreichen und seine Fähigkeiten zur Selbsthilfe stärken. Wir sprechen offen über die Erlebnisse unserer Suchtkarriere und erfahren  so, wie andere Ihren Weg aus der Sucht und anderen schwierigen Lebenssituationen gefunden haben.Wir lernen durch den Austausch den Alltag ohne Suchtmittel zu bewältigen. Da sich die Wenigsten nach Beendigung der Therapie oder der selbst  Abstinenz einer Selbsthilfegruppe angeschlossen haben oder der Kontakt  zur Selbsthilfegruppe nur noch selten oder gar nicht mehr stattfindet  sehen wir in diesem Bereich der Nachsorge einen grossen Mangel an  Unterstützung zur Stabilisierung der Abstinenz.Unsere interne Selbsthilfegruppe besteht z. Zt. aus 10 Personen, da wir fast  ausschließlich nur Betroffene sind ist es um so erfreulicher dass sich  auch Angehörige , so genannte “Co Abhängige” uns angeschlossen haben und  uns so Ihre Sichtweise vermitteln können.

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Unser Gruppenraum

Kennen Sie das?

  • Ihr Kollege erledigt seine Aufgaben nicht mehr so zuverlässig wie früher. Sie und andere Kollegen übernehmen immer häufiger seine Aufgaben.
  • Ihr Kollege meldet sich häufig krank, auffällig oft nach Sonn- und Feiertagen.
  • Sie haben immer öfter den Eindruck, dass Ihr Kollege heimlich Alkohol zu sich genommen hat.
  • Ihr Kollege hat andere Probleme, die mit einer Alkoholabhängigkeit im Zusammenhang stehen können: Führerscheinverlust, familiäre oder finanzielle Schwierigkeiten.
  • Im Kollegenkreis wird offen oder hinter vorgehaltener Hand die Kündigung Ihres Kollegen gefordert.

Nehmen Sie Ihre Wahrnehmungen ernst: Was Sie riechen, was Sie sehen, was Sie hören

Was können Sie tun?

Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit mit sehr guten Behandlungschancen, wenn der Betroffene Hilfe annimmt.

Alkoholkranke, die ihre Sucht überwunden haben, bedauern meist, dass sie nicht schon sehr viel früher durch ihre Kollegen und Vorgesetzten zum Handeln aufgefordert wurden.

Durch Ihr Verhalten können Sie dazu beitragen, dass Ihr Kollege den Teufelskreis der Sucht durchbricht. Häufig sind es Personen aus dem Umfeld des Sucht- kranken, die zuerst Hilfe suchen.

Für Sie als Vorgesetzten bedeutet das: Berechtigte Forderungen angemessen zu stellen und für die Einhaltung arbeits- vertraglicher Pflichten zu sorgen.

Sprechen Sie mit dem Betroffenen -
nicht über ihn!

 

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SuSeG